Schreibend unterwegs – Katrin Lehr im Interview

Influencer Marketing kann im Rahmen einer Content-Strategie eine wichtige Rolle spielen. Als Markenbotschafter können Influencer die Verbreitung und das Seeding von Unternehmensthemen unterstützen. Auch indirekt – über Vernetzung und Interaktion zwischen Unternehmen und Influencer – können diese zu wirkungsvollen Multiplikatoren werden. Dabei gilt natürlich immer: Influencer müssen passend zur eigenen Strategie, den eigenen Themen und Inhalten und der Zielgruppe ausgewählt werden.

In der ersten Ausgabe unseres Magazins 1 – Content Marketing für Alle stellen wir Ihnen 5 erfolgreiche deutsche Reiseblogger mit ihren jeweiligen Schwerpunkte und besonderen Stärken vor. Mit jedem der Blogger/innen haben wir auch Einzelinterviews geführt, um sie Ihnen an dieser Stelle einmal genauer vorzustellen.

Lesen Sie hier: Katrin Lehr (Viel Unterwegs) im Interview.

Wer bist du und was machst du? Beschreibe dich und deinen Blog in 1 – 2 Sätzen.

Ich bin Katrin Lehr, blogge auf viel-unterwegs.de und berate nebenbei Firmen im Online Marketing. Ursprünglich bin ich Mediengestalter, Medienfachwirt, Social Media Manager und habe zuletzt als Senior Consultant im Online Marketing in einer B2B Agentur gearbeitet.

Warum hast du dein Blog gestartet?

Ursprünglich gab es einen Blog auf dem ich über alles Mögliche geschrieben habe. Dann habe ich gesehen dass es Reiseblogs gibt. Da dachte ich, kann ich auch und habe meinen eigenen innerhalb einem Tag erstellt (von Logo über die Domain bis zum Blog). Besonders gut fand ich, dass ich an meinem Blog Dinge auszuprobieren konnte, die ich an Kundenprojekten in meinem damaligen Job nicht testen konnte. Als der Blog immer mehr Leser bekam habe ich das ganze professioneller betrieben.

Was willst du mit deinem Blog erreichen?

Ich möchte Fernweh wecken und anderen zeigen, wie einfach es ist, individuell zu reisen und die Welt zu entdecken. Durch meine Tipps möchte ich außerdem meinen Lesern helfen, die Fehler die ich gemacht habe zu vermeiden.

Was macht den Erfolg deines Blogs aus?

Ich denke meine ehrlichen und authentischen Berichte und Tipps. Ich beantworte Fragen, die ich mir selbst vor den jeweiligen Reisen gestellt habe und die Antworten dazu nirgendwo gefunden habe. Anscheinend suchen viele nach denselben Dingen. Dazu kommt, dass ich vielleicht einen Tick mehr verstehe, wie die Struktur eines Blogs sein sollte, damit die Suchmaschinen das ganz okay. Auch wenn noch viel Luft nach oben ist.

Wer sind deine Leser und Follower?

Meine Leser und Follower haben wie ich Spaß an individuellen Reisen und Abenteuern. Sie entdecken gerne Neues, brauchen nicht unbedingt den Luxus sondern suchen nach speziellen Unterkünfte und einzigartigen Erlebnissen. Außerdem wissen viele Leser mittlerweile, dass sie auch für Städtereisen gute Tipps auf meiner Seite finden und kommen immer wieder zurück. Das schreiben sie mir auch oft in persönlichen Emails.

In welchen Social-Media-Kanälen siehst du deinen Schwerpunkt und warum?

Mein absoluter Schwerpunkt ist mein Blog. Social Media ist nur „Beiwerk“, wo man mittlerweile immer öfter für Reichweite bezahlen muss. Facebook mag ich dabei noch am liebsten, da ich direkt mit meinen Lesern interagieren kann und Videos und Bilder während meinen Reisen dauerhaft hochladen kann. Instagram mag ich persönlich ganz gerne, da ich mich durch schöne Bilder inspirieren lasse. Künftig möchte ich mehr Videos erstellen, um die Impressionen besser herüberbringen zu können. Von Snapchat halte ich nicht viel, da nach 24 Stunden alle wertvollen Tipps wieder gelöscht sind. Da mach ich mir lieber Notizen oder mache Fotos. Das ist für mich die nachhaltigere Variante. Ich finde es allerdings gut, dass jeder seine eigene Meinung hat. Somit besteht immer eine gute Mischung wenn ich mal mit anderen Bloggern unterwegs bin.

Welche Art von Kooperationen gehst du ein, welche nicht?

Ich veröffentliche keine Texte (Advertorials) für die mich Dienstleister bezahlen wollen. Bei Reisen recherchiere und plane ich am liebsten alles selbst. An Presse- oder Bloggerreisen nehme ich nur noch sehr selten teil, da das Programm oft sehr fix ist und wenig Raum für individuelle Recherchen lässt. Da muss dann alles passen, dass ich zusage.

An welche Kooperation(en) erinnerst du dich besonders gerne und warum?

An Tadschikistan, weil es etwas ganz besonderes war und eine Destination die unterschätzt wird, auch wenn das Reisen dort beschwerlich sein kann. Kooperationen mit Südafrika oder auch Costa Rica waren klasse, da die Gruppe an Bloggern als auch das Programm für mich sehr gut gepasst hat. Außerdem konnte ich jedes Mal individuell verlängern und meine Recherchen intensivieren.

Was wünschst du dir von (zukünftigen) Kooperationspartnern?

Mehr Professionalität wenn es darum geht, auch Beiträge von uns zu teilen. Oft muss ich Links von Artikeln per Mail versenden, dass ein Beitrag auf deren Social Media Kanälen geteilt wird. Auch wünsche ich mir, dass die erste Mail einer Anfrage konkret ist. Dann kann verhindert werden, dass die Mail in meinem Papierkorb landet oder ich zig Emails hin- und her-schreiben muss. Erspart allen viel Zeit.

Du legst bei deiner Arbeit grundsätzlich immer auch Wert auf den strategischen Einsatz von Suchmaschinenoptimierung und Content Marketing. Wie kam es dazu und warum hältst du das für besonders wichtig?

Ich beantworte in meinen Artikeln die Fragen, die ich mir vor einer Reise gestellt habe. Ich wundere mich immer wieder, wie wenig andere Blogger über Fakten schreiben. Das habe ich in Costa Rica bemerkt, als ich nach Details für eine Tour suchte. Jeder hat darüber geschrieben aber nicht wie er die Tour gemacht hat. Bald kann ich mit den Tipps dazu dienen, die vermutlich nicht nur ich vor Ort haben wollte.
Ich gebe mir sehr viel Mühe in der Recherche nach einer Reise, da ich lieber alles doppelt prüfe, ehe ich es veröffentliche. Dazu kommt, dass ich mittlerweile meine Bilder ordentlich benenne und andere Strukturen einhalte, die wichtig sind. Der Aufwand dafür ist groß, aber es lohnt sich. Es gibt Blogger die verwenden ein Keyword gefühlte 100 mal in einem Text: Headline, Subheadlines, Bildunterschriften, … schrecklich! Sowas kann ich nicht lesen. Wichtig ist, dass man für seine Leser schreibt, dabei authentisch ist und nicht für die Suchmaschine schreibt. Das Gesamtpaket muss eben stimmen. Hier mache ich anscheinend vieles richtig. Ich bemühe mich jedenfalls.

 

 

    Leave a reply

    Your email address will not be published.