PR-Branche im Fokus: Honorare und Trends 2015

Das Umfeld für professionelle Kommunikation wandelt sich stetig. Wie sich diese Veränderungen auf das Berufsbild von Kommunikationsmanagern und PR-Beratern auswirken, hat das Honorar- und Trendbarometer 2015 der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG) untersucht. Befragt wurden insgesamt 482 PR-Profis aus Agenturen, Unternehmen sowie Verbänden und öffentlichen Einrichtungen zu Honoraren und Budgets, ihrem Aufgabenspektrum und aktuellen Entwicklungen der professionellen Kommunikation.

 BEDEUTUNGSZUWACHS VON PR

 Laut 47,7% der Unternehmen wird die Bedeutung PR verglichen mit anderen Kommunikationsmaßnahmen konstant bleiben. 42,7% der Agenturen sind der Meinung, dass sie sogar steigen wird. Damit geht allerdings keine Erhöhung des PR-Budgets bei den Unternehmen einher. Bei knapp der Hälfte der Unternehmen, Verbände und Institutionen bleibt das Budget eher unverändert.

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KLASSISCHE MEDIENARBEIT DER PR ÜBERWIEGT

In der PR-Branche herrscht weiterhin die klassische Medienarbeit wie z. B. Pressemitteilungen, -kontakte, -kooperationen und -konferenzen vor. Das wird durch den vergleichsweise hohen Anteil am Budget in Unternehmen bzw. Honorarumsatz von Agenturen für klassische Medienarbeit deutlich. Aufschluss gibt auch die Wirksamkeit, die den Kanälen hierbei zugeschrieben wird: Als besonders effektiv werden Face-to-Face-Kommunikation, Medienarbeit und Online-Kommunikation bewertet. Einen unerwartet geringen Stellenwert haben derzeit Mobile Kommunikation und Social Media. Das zeigt auch der Einfluss von Social Media auf das Geschäft von Agenturen, der weitestgehend unverändert ist.

AMBIVALENTE EINSCHÄTZUNG NEUER KOMMUNIKATIONSTECHNOLOGIEN

 Neue Kommunikationstechnologien werden zumeist als Bereicherung der eigenen Arbeit empfunden. Gleichwohl nehmen die Befragten einen höheren Druck sowie ein gesteigertes Arbeitsaufkommen war. Grund hierfür ist die wachsende Komplexität – denn die Mehrzahl der Umfrageteilnehmer sieht nicht vorrangig eine Vereinfachung der PR-Arbeit durch neue Kommunikationstechnologien. Nachholbedarf gibt es auch im Umgang mit neuen Technologien: Die meisten Befragten fühlen sich hierfür noch nicht vollständig gerüstet.

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VORHERRSCHENDER PR–TREND: CONTENT MARKETING UND STORYTELLING

 Content Marketing und Storytelling werden sowohl von Unternehmen und Verbände (70,8%) als auch von Agenturen (81,3%) als größter Trend der PR angesehen. Darauf folgt Integrierte Kommunikation, deren Bedeutung im Vergleich zu 2010 gestiegen ist, wobei Unternehmen sie höher bewerten als PR- Agenturen. Den dritten Platz – im Jahr 2010 noch auf der Top-Position – nimmt Social Networking ein und scheint sich damit unterdessen als PR-Instrument zu etablierten.

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PR IM UNTERNEHMEN INTERN VERORTET

 Die Verantwortung für PR-Instrumente wird vorrangig intern verortet. Insbesondere Seminare und Trainings, strategische Beratung, Konzepte und Analysen sowie Anzeigen und Werbung werden eher als externe Aufträge vergeben. Das spiegelt sich auch im großen Anteil am Honorarumsatz, den die strategische Beratung bei Agenturen einnimmt wider.

Die vollständigen Ergebnisse des Honorar- und Trendbarometers 2015 werden im September veröffentlicht.

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