App-Store-SEO vs. Google-SEO

Die Beherrschung wichtiger Online-SEO-Regeln sichert Unternehmenserfolg im Internet. Wer seine App im App Store für eine höhere Sichtbarkeit und Konvertierung optimiert, greift in eine andere Trickkiste. Aufmerksame Manager denken bei Suchmaschinen-Optimierung zuerst an Webseiten, aber wie unterscheiden sich die Methoden für den App Store?

Online-SEO: Die wichtigsten Maßnahmen für Google-Sichtbarkeit

Webmaster und Redakteure nutzen Online-SEO für Website-Traffic. Wer Keyword-basierte Inhalte online stellt, schreibt strukturierte Landing Pages, sucht Backlinks und beobachtet Conversion- sowie Absprungrate. Admins kontrollieren mit den Webmaster-Tools von Google die Funktionsfähigkeit der Seite. Online-SEO fußt auch auf technischen Merkmalen: Neben Seitengeschwindigkeit und Responsive Design bewertet Google jetzt auch Mobile-Freundlichkeit. Mobil können Inhalte durchaus gekürzt und angepasst werden, wenn es für den Lesefluss förderlich ist. Die Gewichtung auf textliche Inhalte und technische Optimierung spielt für die App-Seite im App Store keine Rolle.

App Store-SEO: Worauf achten gute Publisher?

Das Ziel von App Store-SEO ist die App Store-Installation. Gratis-Angebote erleichtern die Kaufentscheidung, aber wie filtern User die App-Flut? Erreicht eine App durch richtige Keywords hohe Platzierungen in den App Store-Suchergebnissen, wird der Conversion-Prozess dem Design, den Wertungen, dem Namen und den Screenshots bzw. Videos überlassen. Der redaktionelle Inhalt der App-Beschreibung ist für die Auffindbarkeit durch App Store-SEO weniger wichtig. Trotzdem wirken gute Texte absatzförderlich, wenn User sie lesen.

Abteilungsübergreifend App Store-SEO unterstützen

Der Umfang wirksamer Online-SEO-Maßnahmen ist weit größer als ein redaktionell aufgearbeiteter Text. Auch beim App Store-SEO spielen viele Ranking-Faktoren bei der Positionierung eine Rolle. Hohe Wertungen sind Aufgabe der Qualitätssicherung. Entwickler helfen dem App Store-SEO also mit funktionierenden und unterhaltsamen Apps. Häufige Updates werden von Apple als weiteres positives Signal gewertet. Aus der Grafikabteilung kommen die Screenshots und das Icon. Wechselnde und hochwertige Icons überzeugen Nutzer von der Qualität der App. Der erste Screenshot sollte möglichst gut arrangiert sein und einprägsame Call-to-Actions beinhalten. Publisher nutzen diesen Platz häufiger für gute App-Trailer – dann ist schließlich auch die Filmproduktion gefragt.

Das sind die wichtigsten App Store-SEO-Faktoren geordnet nach Priorität für eine hohe Sichtbarkeit und eine gute Conversion-Rate:

  • Marketing (App-Name, Keywords)
  • User (Wertungen beeinflussen Rankings)
  • Service (Updates, Funktionsfähigkeit)
  • Beliebtheit (Anzahl der Downloads)
  • Grafik (Icon, Screenshots, C2A)
  • Film (Trailer, Gameplay)
  • App-Beschreibung

Verschiedene Suchmaschinen, verschiedene SEO-Strategien

Die Liste der App Store-SEO-relevanten Maßnahmen ähnelt derjenigen von Online-SEO-Maßnahmen. Allerdings spielen die einzelnen Faktoren durch ihre Gewichtung eine ganz andere Rolle. Die eingegebenen Keywords müssen im Text nicht auftauchen – das ist bei Online-SEO völlig anders. Hinzu kommt, dass Webseiten viele verschiedene Conversion-Ziele haben. Im App Store zielen Publisher immer auf Download ab. Die große Gemeinsamkeit von Online-SEO und App Store-SEO: Unternehmen sollten abteilungsübergreifend, strategisch denken, und die richtigen Ziele im Auge behalten. Wer bei Suchmaschinen-Optimierung in die falschen Ressourcen investiert, verliert wertvolle Zeit, verschenkt wichtiges Potential und fügt seinem Projekt im schlimmsten Falle langanhaltenden Schaden zu.

Jacob Rogalski

Jacob Rogalski

Jakob Rogalski ist Online-Kommunikationsexperte und strategischer Berater bei wildcard communications. Seine Expertise im Bereich digitale und Mobile-Kommunikation erwarb Jakob Rogalski auf Konzernebene in den Bereichen Online Marketing und PR und bei der redaktionellen Arbeit in den Themen Mobile Games und Apps.

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